Donnerstag, 13. Juni 2013



Nachdem ich euch im letzten Post von meinen ersten Erfahrungen beim Psychologen erzählt habe, will ich euch heute mal berichten wie ich meinen Weg weitergegangen bin.
Denn der erste Schritt war getan aber das schlimmste damals für mich, das aufarbeiten, begann erst in diesem Moment.
Ich war zwar sehr erleichtert, dass ich endlich darüber reden konnte und fand in meiner Psychologin einen wirklich tollen Gesprächspartner, dem ich einfach alles anvertrauen konnte, aber manche Dinge möchte man nicht hören bzw. auch überhaupt nicht wahrhaben.
Ich muss dazu sagen, ich hatte von meiner Hausärztin eine Überweisung zur Psychologin bekommen, diese konnte aber nur die ärztliche Seite übernehmen, ich war jedoch froh überhaupt einen Termin bekommen zu haben. Die Wartezeiten sind ja wirklich sehr lange und damals bekam man erst nach ca. 6 Monaten einen Termin für eine Gesprächstherapie, mittlerweile liegen die Wartezeiten ja bei fast einem Jahr.
Sie konnte mir also lediglich meine Krankmeldungen für meinen Arbeitgeber ausstellen und ich bekam Tabletten (das war auch so ein Thema für sich, ich denke da gehe ich in einem anderen Post nochmal näher darauf ein).
Also habe ich über Bekannte eine Psychologin gefunden, bei der ich sehr schnell einen Termin bekommen habe, jedoch die Therapiestunden selbst übernehmen musste.
Da sie eine Dipl. Psychologin ist und leider nicht von der Krankenkasse unterstützt wird.
Aber ich habe schon beim ersten Termin gespürt, dass wir uns sehr gut verstehen und sie wusste einfach wie sie mit mir umgehen musste. Ich war anfangs ja immer sehr skeptisch, aber ich habe mich bei ihr total wohl gefühlt. Ich kam mir vor als wäre ich bei einer Freundin im Wohnzimmer, es war nicht das typische Flair dass man sich bei einer Psychologin vorstellt.
Ich hatte ja wirklich noch das ganz alte Bild im Kopf, alles in Weiß, ein Stuhl und so ein Liegebett auf dem ich dann Platz nehmen durfte. :-) Wirklich totaler Quatsch aber für mich war das damals so.
Außerdem war ich ja immer noch der Meinung, ich brauche keine Psychologin, so was benötigen wirklich nur ganz verrückte Menschen und da stellte ich mir wahrlich etwas anderes als mich vor. :-)
Sie hat mir bei unserem ersten Termin auch erklärt, dass sie viele Menschen behandelt die mitten im Leben stehen, ihrer Arbeit nachgehen, aber bestimmte Dinge nicht verarbeiten können und Hilfe benötigen. Ich kam mir das erste Mal nicht vor wie eine durchgeknallte irre, sondern einfach wie eine junge Frau, die im Leben zu viel nach anderer Pfeife getanzt hat.
Die sich endlich mal nur um sich selbst kümmert und schaut woher die Blockaden kommen, die zu dieser Angst und Panik geführt haben.
Dass ich das alles tun konnte, habe ich auch meiner Familie und meinem Freund zu verdanken.
Ich habe bis dahin immer gearbeitet und hatte somit auch mein Geld, doch dass ich mit meinem Freund noch bei meinen Eltern im Haus gewohnt habe, war wirklich eine große Stütze, auch finanziell. Denn natürlich sind die Termine wichtig und sie haben mir mehr als gut getan, aber da ich anfangs jede Woche dort war ging es auch ganz schön ins Geld.
Das macht mich auch ehrlich gesagt traurig, denn viele Dinge die gut tun werden nicht finanziert und somit haben ganz viele nicht die Möglichkeit so schnelle und kompetente Hilfe zu bekommen wie ich.
 
Wie steht ihr zu dem Thema Psychologen, habt ihr schon Erfahrungen gemacht, egal ob gute oder schlechte?
 
Wünsche euch einen sonnigen Tag, der Sommer ist endlich da. :-)

Kommentare:

  1. Liebe JaMiDi! Ich habe großen Respekt davor, wie offen Du mit diesem Thema umgehst und hoffe, dass Dein Blog Dir hilft, Deine Blockaden zu lösen und Dich auf Deinem Weg zu mehr Glück, Zufriedenheit, Stärke und Selbstbewusstsein unterstützt! Ich persönlich hatte bis jetzt noch keine Probleme, für deren Lösung ich eine Psychologen brauchte. Sollte dem aber mal so sein, würde ich selbstverständlich Rat und Unterstützung holen. Warum sollten wir uns um unsere Seele nicht genau so kümmern wie um unseren Körper? Alles Gute jedenfalls und ich freue mich, wenn Du wieder mal auf meinem Blog vorbei schaust. Danke auch für Deinen lieben Kommentar - hoffe, dass Dein Papa bald wieder mal nach Parndorf fährt :-) ... GLG aus Wien,

    Katja

    www.collectedbykatja.com

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    1. Liebe Katja,
      das freut mich sehr, danke.
      Mir geht es auch schon wieder viel besser und daher auch die Idee für den Blog, hoffe anderen ein wenig helfen zu können auch offener damit umzugehen und sich nicht verstecken zu müssen.
      Das mache ich auch jeden Fall, dein Blog ist wirklich toll.
      Ich glaube da habe ich Glück, er ist im Juli wieder dort. :)

      Viele Liebe Grüße

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